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Klang der Guqin in Berlin – Leise Töne, große Wirkung
Am Freitag, dem 17. April 2026 empfing das Chinesische Kulturzentrum Berlin zahlreiche musik- und kulturbegeisterte Gäste zur Themen- und Erlebnisveranstaltung „Klang der Qin entlang der Seidenstraße – eine Reise auf sieben Seiten im Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart“. Für einen Abend genoss dabei das traditionelle chinesische Instrument Guqin die ungeteilte Aufmerksamkeit des Publikums.
![]() Ergänzt wurde das musikalische Programm durch einen Vortrag von Wang Kexun zur Geschichte, Symbolik und kulturellen Bedeutung der Guqin. Es entstand ein facettenreicher Einblick in ein Instrument, das weit über seine musikalische Funktion hinausgeht. Die Zuschauerin Flora van Uffelen, die seit sieben Jahren selbst Guqin spielt, betonte, dass das Instrument sich besonders für jene Menschen eigne, die ein reges Innenleben haben. Ist der Kopf manchmal lauter als der Mund, könne das Spiel der Guqin helfen, innere Prozesse zu ordnen und Emotionen Ausdruck zu verschaffen. Ein weiterer Besucher, Illia Vorobei, zeigte sich vor allem von der jahrtausendealten Geschichte der Guqin beeindruckt. Er berichtete von einer persönlichen Verbindung zur chinesischen Musik: Ein chinesischer Freund spiele ihm regelmäßig auf der Guqin vor, während er ihm im Gegenzug Gitarrenmusik darbiete. Es ist schön, dass junge Menschen diese Form des Austausches schätzen und aktiv praktizieren. Die Veranstaltung machte in diesem Sinne deutlich, dass Musik eine universelle Sprache ist – und dass selbst ein leises, introspektives Instrument wie die Guqin Brücken zwischen Kulturen schlagen kann. Die Ausstellung zur Guqin ist noch bis zum 15. Mai während der Öffnungszeiten zur Besichtigung frei. ![]() |
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